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Hilfeplan - Hilfeplanverfahren (§ 36 SGB VIII)

Wenn bei der Erziehung der Kinder Probleme auftreten, können sich Eltern an die Fachkräfte des Allgemeinen Sozialdienstes im Jugendamt wenden. Dieser führt mit den Personensorgeberechtigten sowie den Kindern und Jugendlichen dann eine Beratung durch und sucht anschließend nach Mög-lichkeiten, wie die Erziehungsbedingungen verbessert werden können. Im sog. Hilfeplan werden der festgestellte Bedarf und der notwendige Leistungsumfang schriftlich dokumentiert und regelmäßig an die aktuellen Bedingungen angepasst.

Hilfeplanverfahren

Das Hilfeplanverfahren lässt sich in drei wesentliche Schritte gliedern:

1. Problemsichtung und Beratung
An erster Stelle steht die bereits erwähnte Beratung. Die Fachkräfte des Allgemeinen Sozialdienstes haben den Personensorgeberechtigten und das Kind oder den Jugendlichen vor der Entscheidung über die Inanspruchnah-me einer Hilfe und vor einer notwendigen Änderung von Art und Umfang der Hilfe zu beraten und auf die möglichen Folgen für die Entwicklungen des Kindes oder des Jugendlichen hinzuweisen (§ 36 Abs. 1 Satz 1 SGB VIII). Liegen die Voraussetzungen für eine Hilfegewährung vor, so ist anschließend ein Antrag auf Jugendhilfeleistungen zu stellen.

2. Klärung der individuellen Situationen und Entscheidung über die Hilfe
Nun ist von den Jugendhilfefachkräften zu prüfen, welche Art der Hilfe für den konkreten Fall die geeignete ist. Je genauer der Bedarf ermittelt wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch eine Verbesserung der Situation eintritt. Dabei ist die gesamte Familiensituation zu berücksichtigen, also u. a. auch der Familienstand, die wirtschaftlichen Verhältnisse, berufliche Situation der Eltern, soziales Umfeld, Wohnverhältnisse sowie belastende Lebensereignisse. Was die notwendige Hilfe kosten wird, darf dabei keine vorrangige Rolle spielen.

Nun wird zusammen mit allen Betroffenen der Hilfeplan aufgestellt, in dem die Jugendhilfeleistung konkret benannt wird und auch feste Vereinbarungen über den weiteren Hilfeverlauf aufgenommen werden. Beispielsweise kann festgehalten werden, wann, wo und wie lange die Hilfe voraussichtlich gewährt werden wird und wie es im Anschluss daran weitergehen soll.

Sind diese Fragen geklärt, so wird über den gestellten Antrag auf Jugendhilfe entschieden und ein rechtsmittelfähiger Bescheid erlassen. Je nach Hilfeart wird auch über eine evtl. Kostenbeteiligung der Eltern bzw. Jugendlichen entschieden.

3. Erbringung der Hilfe und Rückmeldung über den Hilfeverlauf
Während der Hilfegewährung werden die Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern oder Personensorgeberechtigten weiterhin unterstützt und begleitet. Hierfür ist der regelmäßige Informationsaustausch zwischen den Beteiligten unerlässlich.

Es ist regelmäßig zu prüfen, ob die gewählte Hilfeart weiterhin geeignet und notwenig ist. Die Jugendhilfefachkräfte führen dazu mit den Betroffenen (Kind bzw. Jugendlicher, Eltern, pädagogischen Bezugsperson) sog. Hilfeplangespräche, in denen auch diskutiert wird, wie die getroffenen Vereinbarungen umgesetzt wurden und ob die Ziele zu aktualisieren sind. Die Ergebnisse sind dabei schriftlich festzuhalten.

 

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